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Hausarzt wechseln – So geht es richtig

Du willst deinen Hausarzt wechseln? Hier erfährst du, was du beachten musst, wie die Patientenakte übertragen wird und welche Rechte du hast.

Den Hausarzt zu wechseln ist dein gutes Recht – jederzeit und ohne Angabe von Gründen. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest, damit der Übergang reibungslos klappt.

Wann einen Hausarzt wechseln?

  • Du bist mit der Behandlung unzufrieden
  • Die Wartezeiten sind zu lang
  • Du bist umgezogen
  • Die Chemie stimmt nicht
  • Du möchtest eine zweite Meinung

Schritt für Schritt

1. Neuen Arzt finden

Suche einen neuen Hausarzt, der Patienten aufnimmt. Auf flooas findest du Ärzte in deiner Nähe mit Bewertungen und Verfügbarkeit.

2. Patientenakte anfordern

Du hast ein Recht auf Kopien deiner Patientenakte. Der alte Arzt muss sie dir aushändigen – allerdings kannst du die Kopierkosten tragen müssen.

3. Beim neuen Arzt anmelden

Bring deine Versichertenkarte und idealerweise die Patientenakte mit. Der neue Arzt kann auch direkt beim alten Arzt Unterlagen anfordern.

Wichtig zu wissen

  • Du musst deinen alten Arzt nicht informieren
  • Ein Wechsel ist auch mitten im Quartal möglich
  • Bei Hausarztmodellen der Krankenkasse gibt es ggf. Bindungsfristen
  • Laufende Behandlungen solltest du abstimmen

Häufige Fragen

Kostet der Arztwechsel etwas?

Der Wechsel selbst ist kostenlos. Für Kopien der Patientenakte kann der alte Arzt Kopierkosten berechnen (ca. 0,50 € pro Seite). Röntgenbilder und digitale Daten müssen kostenlos herausgegeben werden.

Kann ein Arzt mich als Patient ablehnen?

Grundsätzlich ja, wenn die Praxis ausgelastet ist. Kassenärzte haben aber eine Behandlungspflicht bei akuten Beschwerden. In der Praxis wird selten abgelehnt.

Zuletzt aktualisiert: 30. März 2026