KFZ-Gutachter – Wann du einen brauchst
Was macht ein KFZ-Gutachter, wann brauchst du einen und wer zahlt? Alles zum Thema Unfallgutachten und Sachverständige.
Ein KFZ-Gutachter (auch Kfz-Sachverständiger) erstellt unabhängige Bewertungen von Fahrzeugschäden. Nach einem Unfall ist er oft der Schlüssel zu einer fairen Schadensregulierung.
Wann brauche ich einen KFZ-Gutachter?
- Unfall mit Fremdverschulden: Ab einem Schaden von ca. 750 € lohnt sich ein Gutachten
- Streit mit der Versicherung: Wenn die Versicherung zu wenig zahlen will
- Fahrzeugkauf/-verkauf: Zur Wertermittlung
- Oldtimer-Bewertung: Für Versicherung oder Verkauf
- Leasingrückgabe: Zur Dokumentation des Fahrzeugzustands
Dein Recht auf freie Gutachterwahl
Nach einem unverschuldeten Unfall hast du das Recht auf einen eigenen Gutachter – unabhängig davon, was die gegnerische Versicherung sagt. Die Kosten trägt die Versicherung des Unfallverursachers.
Was steht im Gutachten?
- Reparaturkosten (netto und brutto)
- Wiederbeschaffungswert
- Restwert
- Wertminderung (merkantiler Minderwert)
- Reparaturdauer (für Mietwagen-Anspruch)
- Nutzungsausfall
Kosten eines KFZ-Gutachtens
| Schadenshöhe | Gutachterkosten |
|---|---|
| 750 – 2.000 € | 300 – 500 € |
| 2.000 – 5.000 € | 400 – 700 € |
| 5.000 – 10.000 € | 600 – 1.000 € |
| über 10.000 € | 800 – 1.500 € |
Bei unverschuldetem Unfall zahlt die gegnerische Versicherung.
Gutachter vs. Kostenvoranschlag
Bei kleinen Schäden (unter 750 €) reicht oft ein Kostenvoranschlag der Werkstatt. Ab 750 € ist ein unabhängiges Gutachten empfehlenswert, da es auch Wertminderung und Nutzungsausfall berücksichtigt.